Einführung des Entgeltrahmenabkommen
Das Entgeltrahmenabkommen ist ein wichtiges tarifpolitisches Reformwerk, das mit der Vereinheitlichung und Modernisierung der tariflichen Entgeltfindung für gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte eine wesentliche Stärkung der Akzeptanz und Zukunftsfähigkeit des Flächentarifvertrages bewirkt. Beide Seiten stimmen darin überein, dass der Wechsel vom alten auf das neue Tarifrecht mit Verfahrensregeln und Übergangsvorschriften begleitet werden muss. Diese machen die anstehenden Änderungen transparent und gewährleisten einen gleitenden Übergang vom alten zum neuen System im Rahmen der vereinbarten Kostenneutralität.

Aus Anlass der erstmaligen Anwendung des Entgeltrahmenabkommens darf für den einzelnen Beschäftigten keine Minderung seines bisherigen tariflichen Entgelts erfolgen.

 
ERA- Anpassungsfonds
 
Die 10. ERA- Tarifverhandlung vom 22. Dezember 2003 führte zum Abschluss des "Tarifvertrages ERA- Anpassungsfonds". Der ERA-Anpassungsfonds dient der Sicherstellung eines gleitenden Übergangs vom heutigen Tarifsystems auf das ERA-Entgeltsystems. Insbesondere sollen durch die vorübergehende Einbehaltung nicht ausgezahlter ERA-Strukturkomponenten und deren spätere Verwendung entweder zum Ausgleich von betrieblichen Kosten, die eine bestimmte Schwelle überschreiten, oder zur unmittelbaren Auszahlung an die Beschäftigten nach der betrieblichen ERA-Einführung spätere Verwerfungen bei der Umstellung vermieden werden.
          

ERA in den Betrieben von ME Saar
Mit Ablauf der Frist zur betrieblichen Einführung des Entgeltrahmenabkommens (ERA) werden im Saarland knapp  41.000 Beschäftigte in 67 Betrieben nach den tariflichen Regelungen dieses Tarifvertrages vergütet. Damit hat das Entgeltrahmenabkommen vom 04. Juli 2004 die Lohn- und Gehaltsrahmentarifverträge vom 10.Mai 1990 als prägende tarifliche Regelungen für die Vergütung der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes abgelöst. Seit dem 01. Januar 2009 gelten die Bestimmungen des Entgeltrahmenabkommen (ERA) vom 04. Juli 2004 unmittelbar und zwingend in allen Betrieben, die Mitglied in dem Tarifträgerverband ME Saar sind und keine abweichenden tarifvertraglichen Regelungen getroffen haben. Mit gleichem Datum verlieren die bisherigen tariflichen Regelungen des Lohnrahmentarifvertrages und des Gehaltsrahmentarifvertrages vom 10. Mai 1990 ihre Wirkung.