Mit dem Entgeltrahmenabkommen kommt in den Betrieben alles auf den Prüfstand, was anforderungs- und leistungsabhängig mit der tariflichen Vergütung der Mitarbeiter zu tun hat:

  • Die Arbeitsaufgaben werden analysiert und den neuen Entgeltgruppen zugeordnet, die an die Stelle der bisherigen Lohn- und Gehaltsgruppen treten.
  • Bei der Bewertung und der Vergütung von Leistung werden bisherige starre Lösungen aufgegeben und neue, flexible Modelle eingeführt. Die Arbeitsleistung des Einzelnen oder das Leistungsergebnis einer Gruppe von Beschäftigten soll stärker als bisher an seinem Beitrag zur betrieblichen Wertschöpfung gemessen werden können.

Vor dem Neubeginn mit ERA werden die Betriebe ihre heutigen Entgeltstrukturen und vor allem auch ihre heutigen Arbeitsabläufe und Arbeitsanforderungen durchleuchten müssen. Sie werden hier und dort auf Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten stoßen. Nach langen Jahren mit vielen kompromissbeladenen Einzelfallentscheidungen stellt man häufig fest, dass die klaren Strukturen nicht mehr erkennbar oder sogar verloren gegangen sind. Weil sich solche Entwicklungen über Jahre und Jahrzehnte angesammelt haben, ist der Neubeginn mit ERA einfach fällig, um die Vergütung der Mitarbeiter in den Betrieben auch in Zukunft mit einem tragfähigen und praxistauglichen Tarifwerk zu unterstützen.