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Freitag. 16. März 2018

VSU für ehrliche Diskussion bei Entgeltunterschieden

Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen unter vier Prozent

Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) fordert anlässlich des Equal Pay Days am 18. März eine ehrliche und problemorientierte Diskussion. Die unbereinigte Lohnlücke, an der der Equal Pay Day festmache, liefere keine seriöse Aussage über den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen.

„Das Statistische Bundesamt selbst weist ausdrücklich darauf hin, dass die Einkommensunterschiede in erster Linie durch die Berufswahl und die gewählte Arbeitszeit entstehen. Frauen wählen häufig Berufe und Branchen mit geringeren Einkommenschancen, zum Beispiel Sozialberufe. Rechnen wir zudem auch familienbedingte Erwerbsunterbrechungen mit ein, liegt die verbleibende Lücke bei unter 4 Prozent, nicht bei 21 Prozent“, sagte Martin Schlechter, VSU-Geschäftsführer.

Es sei falsch, den Eindruck zu erwecken, Frauen würden wegen ihres Geschlechts deutlich weniger verdienen. Damit würden die eigentlichen Gründe für die gesamtwirtschaftlich gemessenen Entgeltunterschiede ausgeblendet.

Es sei offensichtlich, wo Gesellschaft und Politik wirklich aktiv werden müssten: „Es gelte, gemeinsam junge Frauen zu ermutigen, ganz selbstverständlich eine Karriere als Facharbeiterin oder Ingenieurin anzustreben. Wir brauchen zudem einen Ausbau der staatlichen Betreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und pflegebedürftige Angehörige sowie flexible Öffnungszeiten“, so Schlechter.

Rückfragen bitte an
Martin Schlechter
Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. - VSU
Tel.: 0681  9 54 34-45
E-Mail: schlechtermesaar.de