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3. Tarifrunde 2004 M+E Mitte
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03.02.2004
Arbeitgeber legen Angebot für mehr Chancen im Wettbewerb um Aufträge und für Sicherung der Arbeitnehmer-Einkommen vor: - Arbeitszeitkorridor mit 35 bis 40 Stunden pro Woche mit vollem Lohnausgleich über einen neuen Tarifvertrag zur Förderung von Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung, Standort und Innovation in den Betrieben - Arbeitszeitkorridor mit 35 bis 40 Stunden pro Woche mit teilweisem oder ohne Lohnausgleich - Einkommenserhöhungen von jeweils 1,2 Prozent für 15 Monate und weitere 12 Monate.
Saarbrücken/Darmstadt Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 430.000 Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie in den Tarifgebieten Hessen, Pfalz, Saarland und Rheinland-Rheinhessen (M+E-Mitte) brachte keine Annäherung. "Wir wollen mit unserem Angebot den Unternehmen Chancen im Wettbewerb um Aufträge und gleichzeitig den Arbeitnehmern Einkommen und Beschäftigung sichern," resümierte Verhandlungsführer Heinrich A. Fischer. Darauf mit Warnstreiks zu reagieren sei völlig unangemessen. Die nächste Runde ist auf den 12. Februar vertagt.
Ganz entscheidend sei es, die Unternehmen am Standort mit den weltweit niedrigsten Arbeitzeiten und zweithöchsten Arbeitskosten aus der Kosten-Defensive in die Innovations-Offensive zu bringen. Dabei genüge es nicht, wie im gerade wieder verlängerten Tarifvertrag Beschäftigungssicherung vorgesehen, Firmen in Notlagen zu ermöglichen, Reduktionen bei Arbeitszeit und Entgelt vorzunehmen. Vielmehr sollten die Unternehmen zur Festigung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Förderung der Beschäftigung und zur Beschleunigung von Innovationsprozessen durch den Tarifvertrag in die Lage versetzt werden, die Auftragskonkurrenz zu bestehen. Fischer: "Niemand will den Beschäftigten ans Geld gehen. Im Gegenteil: Wir wollen eine pfiffige Lösung, die das Einkommen der Arbeitnehmer beibehält und dennoch den Unternehmen hilft, sich im Wettbewerb um Aufträge durchzusetzen." Ein Arbeitszeitkorridor für unterschiedliche betriebliche Situationen würde dies ermöglichen. Unternehmensleitungen und Betriebsräten sollte lediglich die Chance eingeräumt werden, Vereinbarungen über das Arbeitszeitvolumen innerhalb eines Korridors von 35 bis 40 Stunden/Woche ohne Zustimmung der Tarifvertragsparteien zu treffen. Und sie sollten auch darüber entscheiden können, ob dies ohne, mit teilweisem oder vollem Lohnausgleich geschieht. Niemand sei besser in der Lage, marktangepasste Lösungen zu vereinbaren als die Betriebsparteien selbst. "So viel Eigenverantwortung kann und sollte die IG Metall den Betrieben und ihren Betriebsräten schon einräumen," schloss Fischer. zurück
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