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  ME Saar: IG Metall-Forderung in höchstem Maße ungerecht


  23.09.2008


Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) hat die Forderung der IG Metall auf 8 % Lohnerhöhung als völlig abwegig bezeichnet. Präsident Georg Weisweiler: „Angesichts der aktuellen Konjunkturentwicklung habe ich auf mehr Verantwortungsbewusstsein der Gewerkschaft gehofft. Diese Forderung ist so abwegig, dass wir darüber rational nicht werden verhandeln können, denn die Hälfte der Forderung ist ja gar nicht mit volks- oder betriebswirtschaftlichen Zahlen belegt worden, sondern mit einem diffusen „Gerechtigkeitsgefühl“. Auffallend sei, dass die Verschlechterung der Aussichten in der Gesamtwirtschaft und in der Metall- und Elektroindustrie in den letzten Monaten völlig ignoriert wird.

Besonders bemerkenswert sei darüber hinaus, dass die IG Metall bereits jetzt eine Welle von Streiks angekündigt hat. „Es ist schon ein starkes Stück, dass man schon vor der ersten Verhandlung auf eine solche Konfrontation setzt. Das bestätigt, dass die Gewerkschaft nicht an einer fairen Diskussion über die volkswirtschaftlichen Daten interessiert ist, sondern eine Kampagne fährt, die zunächst der Mitgliederwerbung dient. Weisweiler: „Im Ergebnis heißt das, dass die Erfolge der letzten Jahre und der damit verbundene Beschäftigungsaufbau auf’s Spiel gesetzt werden, um der IG Metall eine neue Einnahmequelle zu verschaffen. Das ist verantwortungslos gegenüber den vielen Beschäftigten, deren Arbeitsplatz mit einer solchen überhöhten Lohnforderung gefährdet wird.“

„Wenn die IG Metall ihre überzogene Forderung mit Gerechtigkeitszuschlägen begründet, kann ich nur sagen: Diese Forderung ist in höchstem Maße ungerecht“, erklärte Weisweiler. Sie gefährde die mühsam aufgebaute Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, ihre Chancen am Weltmarkt und damit letztendlich auch Arbeitsplätze. Allein zwischen Januar 2006 und Januar 2008 hätten die Unternehmen der M+E Industrie 250.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Diese Menschen wolle man unbedingt mit durch das Konjunkturtal nehmen. Dieses Ziel würde durch die IGM-Forderung torpediert. Das sei unfair auch gegenüber den Familien der Beschäftigten, die sich zu Weihnachten vermutlich alles andere als wachsende Unsicherheit wünschten.

ME Saar beteiligt sich daher an der Initiative der deutschen M+E-Arbeitgeber unter dem Motto: „Spitze bleiben, Arbeit sichern: Fair mehr!“. Ein „faires Mehr“ solle es ohne Zweifel für die Arbeitnehmer geben. Fair sei eine Entgelterhöhung jedoch nur dann, wenn sie beiden Partnern ausreichend Luft zum Atmen lasse. Auf diese Forderungshöhe treffe dies jedoch nicht zu, erklärte Weisweiler.

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