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Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser im Interview mit dem Focus
Gesamtmetall
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"Von einer Gerechtigkeitslücke kann in unserer Branche keine Rede sein"
22.09.2008
FOCUS: Wie hart wird die Tarifrunde?
Kannegiesser: Die IG Metall geht mit einer völlig überzogenen Forderung von sieben bis acht Prozent mehr Lohn in die Verhandlungen. Wir sind aber in einem konjunkturellen Abschwung.
FOCUS: Aber die Firmen schreiben seit Jahren fette Gewinne...
Kannegiesser: Die auch in neue Arbeitsplätze gesteckt wurden! Und Gewinne können auch wieder fallen, Löhne nicht.
FOCUS: Die IG Metall verlangt einen Gerechtigkeitszuschlag. Können Sie verstehen, dass viele Arbeitnehmer glauben, vom Aufschwung nichts gehabt zu haben?
Kannegiesser: Von einer Gerechtigkeitslücke kann in unserer Branche überhaupt keine Rede sein. Unsere Beschäftigten haben ein Durchschnittseinkommen von 43.600 Euro und sind damit die bestbezahlten Metallarbeitnehmer der Welt. Die Bezüge unserer Führungskräfte sind in der Vergangenheit moderat gestiegen, um rund vier Prozent pro Jahr.
FOCUS: Das müssten Sie für die Arbeitnehmer aber doch mindestens rausrücken!
Kannegiesser: Selbst gewerkschaftsnahe Institute bestätigen, dass wir in den letzten Jahren den Verteilungsspielraum ausgeschöpft haben. Darum werden wir uns auch dieses Mal bemühen. zurück
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