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ME Saar: In den Zahlen und den Argumenten waren wir selten so weit auseinander.
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Zur Forderungsempfehlung der IG Metall Frankfurt
16.09.2008
Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. (ME Saar) hat die heute Mittag beschlossene Forderung des IG Metall-Bezirks Frankfurt (der auch für das Saarland zuständig ist) nach einer Lohnerhöhung von 8 % als völlig unrealistisch kritisiert. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer des Verbandes: „Es ist unglaublich und passiert zum ersten Mal, dass die Hälfte der geforderten Summe nicht mehr mit betriebs- oder volkswirtschaftlichen Zahlen, sondern mit dem „Gerechtigkeitsgefühl“ begründet wird.“ Über Gefühle könne aber nicht rational verhandelt werden. Malter: „Damit ist klar, dass die diesjährige Tarifrunde mit einem riesigen Problem belastet ist: Die Arbeitgeber können nur über die sachlich begründbaren Teile der Forderung verhandeln und die IG Metall wird von ihrer hohen Zahl nicht herunterkommen.“
Dieses Dilemma beruhe auf einem einmaligen und verantwortungslosen Verhalten des Vorstandes und der Bezirksleiter der IG Metal: Diese hätten es versäumt, die wenigen aber üblicherweise besonders aggressiven Wortführer unter ihren Mitgliedern rechtzeitig zurück zu pfeifen. Damit gehe nun die Saat auf, die man von links seit Monaten gesät hat. Malter: „Es entspricht einer politischen Absicht aus der linken Ecke, aber nicht der Wahrheit, dass die Metaller vom Aufschwung nicht profitiert hätten. Gerade unsere Branche hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit so stark reduziert wurde. Außerdem waren unsere Abschlüsse in den letzten Jahren die höchsten der Republik.“
Dass die Belastungen aus gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, den Währungsverhältnissen und höheren Sozialabgaben die Menschen beunruhigen, sei nachvollziehbar. Auch hier müsse man aber sagen, dass die Metaller wohl die einzigen sind, die noch immer reale Lohnsteigerungen verzeichnen.
Diese Preisentwicklung dürfe – so schwer das für Arbeitnehmer zu verstehen sei – kein Grund für überdurchschnittliche Lohnerhöhungen sein: Malter: „Erstens leiden die Unternehmen unter diesen Preissteigerungen genauso und zweitens kann das Geld, das für teureres Öl oder Gas ins Ausland geflossen ist, im Inland nun nicht noch mal verteilt werden.“ Die Unternehmen wären wegen der abkühlenden Konjunktur auch nicht in der Lage, Lohnerhöhungen über höhere Preise abzuwälzen. Damit ist klar: „Mit der Forderung der IG Metall werden die Erfolge der beiden letzten Jahre aufs Spiel gesetzt“.
Fragen bitte an: Joachim Malter Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e. V. (ME Saar) Tel.: 0681 / 9 54 34-22, Fax: -52 E-Mail: kontakt@mesaar.dezurück
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