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Kannegiesser: Überzeugender Lösungsvorschlag für einen zügigen Abschluss der Tarifrunde
Gesamtmetall
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- Gesamtvolumen 3,0 Prozent
- Erhöhung der Reallöhne
- Chance auf Fortsetzung von Aufschwung und Beschäftigungserfolg
27.03.2007
Berlin – 27.3.2007. Die Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie haben heute in Baden-Württemberg einen Lösungsvorschlag für Tarifrunde 2007 vorgelegt. Danach sollen die Einkommen der Beschäftigten insgesamt um 3,0 Prozent erhöht werden. „Mit unserem Lösungsvorschlag haben wir ein außergewöhnliches Paket geschnürt, das die Realeinkommen erhöht, sie an der Entwicklung der Produktivität dauerhaft beteiligt und von der guten Lage der Branche profitieren lässt“, erklärte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser. Der Lösungsvorschlag sei „ein großer Schritt hin zum Abschluss“, so Kannegiesser, und ein klares Zeichen dafür, dass die M+E-Arbeitgeber mit aller Kraft auf eine zügige Lösung der Tarifrunde hinarbeiteten.
„Die Metall- und Elektro-Industrie braucht eine schnelle Lösung der Tarifrunde, die Unternehmen erwarten Planungssicherheit bei den Kosten, weil sie jetzt wichtige unternehmerische Entscheidungen treffen müssen“, erklärte Kannegiesser. Seit November werde nun schon öffentlich über die M+E-Tarifrunde diskutiert, die Fakten und Argumente lägen alle auf dem Tisch. Außerdem hätten die Tarifparteien in dieser Runde im Wesentlichen das Thema Entgelt zu behandeln. „Insofern sollten wir uns überflüssige Rituale ersparen“, erklärte der Gesamtmetall-Präsident. Für den Durchschnitt der Betriebe sei der Lösungsvorschlag der M+E-Arbeitgeber noch erträglich, begründete Kannegiesser. Er sichere die internationale Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Unternehmen von der Kostenseite her ab und stelle die insgesamt günstige konjunkturelle Situation des Jahres 2007 in Rechnung. Um diese Ziele zu erreichen, wird das Gesamtvolumen von 3,0 Prozent in zwei Komponenten aufgeteilt: 2,5 Prozent sollen als nachhaltig wirkende Komponente in die Entgelttabellen eingehen. Ein Konjunkturbonus von 0,5 Prozent für die Laufzeit des Tarifvertrages beteilige die Mitarbeiter an der guten Lage der Branche, ohne den Betrieben Kosten aufzubürden, die sie auf Dauer in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beschädigten. „Damit schaffen wir eine win-win-Situation für Betriebe und Mitarbeiter“, sagte Kannegiesser. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Weiterhin streben die M+E-Arbeitgeber den Einstieg in eine systematische und dauerhafte Differenzierung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) an. „Wir wollen das Prinzip der Flexibilisierung auch beim Entgelt weiterführen und damit den Flächentarifvertrag noch betriebsnäher gestalten“, so Kannegiesser. Eine über einen Zeitraum von fünf Jahren mögliche Variabilisierung der Jahressonderzahlung verteile Chancen und Risiken gerecht zwischen Unternehmen und Beschäftigten. „Ein solcher Differenzierungs-Bestandteil wäre ein weiterer Baustein auf dem Weg, den Flächentarif zu modernisieren und zukunftsfester zu gestalten“, betonte Kannegiesser. Kannegiesser erläuterte, dass die M+E-Arbeitgeber bei der Fundierung ihres Lösungsvorschlages verstärkt die internationale Einbindung der Branche in Rechnung stellen. „Wir sprechen über tarifliche Standards in einem Industriezweig, der in Deutschland seine Heimatbasis hat, aber in jeder Hinsicht zunehmend weltweit operiert. Zwei Drittel unserer Arbeitsplätze in Deutschland sind direkt oder indirekt vom Export abhängig. Eine allein an nationalen Maß-stäben orientierte Tarifpolitik dagegen entfernt sich immer weiter von der Wettbewerbsrealität.“
Ungeachtet der insgesamt guten konjunkturellen Situation sorge der enorme internationale Wettbewerbs- und Kostendruck permanent dafür, dass die Unternehmen nahezu keine Preisspielräume hätten. Die Unternehmen müssten ihre Produktivitätsgewinne direkt an die Kunden weitergeben. Vor diesem Hintergrund erhöhten dauerhaft wirkende 2,5 Prozent bei einer voraussichtlichen Teuerungsrate von 1,8 Prozent die reale Kaufkraft der Beschäftigten. Der Konjunktur-Bonus von 0,5 Prozent gewährleiste die faire Beteiligung der Beschäftigten an der insgesamt positiven Entwicklung der deutschen M+E-Industrie, die allerdings unter der des Vorjahres bleibe.
Mit Blick auf die Wachstumsaussichten für 2007 sagte Kannegiesser, die Tarifparteien hätten die einmalige Chance, „mit diesem Abschluss Aufschwung- und Beschäftigungserfolg des Jahres 2006 fortzusetzen. Der Tarifabschluss 2007 sei entscheidend dafür, ob die im Vorjahr erzielte Belebung der inländischen Investitionstätigkeit und vor allem der Beschäftigungsaufbau auch in diesem Jahr fortgesetzt werden könnten. Die M+E-Arbeitgeber hielten eine Fortsetzung des Beschäftigungstrends für erreichbar.
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