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  „Wer den Bogen überspannt, wird den Wachstumsmotor abwürgen“

ME Saar
  ME Saar zur „Forderungsempfehlung“ des IG Metall -Vorstands

06.02.2007 „Die IG Metall strebt einen Tarifabschluss an, der deutlich über dem für das Jahr 2006 liegt. Damit verkennt sie die Situation unserer Branche. Alle Daten und Fakten belegen, dass 2007 zwar noch ein wirtschaftlich ordentliches Jahr wird, aber spürbar unter 2006 liegt. Die Metall- und Elektro-Industrie wird 2007 nur noch halb so stark wachsen wie im Vorjahr. Der Tarifabschluss muss daher deutlich unter dem Abschluss von 2006 liegen“, so Georg Weisweiler, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes zur heutigen Forderungsempfehlung des IG Metall-Vorstandes.

Die Arbeitgeber werden bei den im März anlaufenden Tarifverhandlungen die Leistungsentwicklung der Branche, den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit angesichts der internationalen Preis- und Kostenrelationen und die konjunkturelle Entwicklung berücksichtigen. Die M+E-Industrie im Saarland wolle ihre Mitarbeiter an der guten wirtschaftlichen Lage beteiligen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dauerhaft zu belasten. Das gelinge am besten mit einem zweigeteilten Tarifabschluss, der einerseits eine moderate tabellenwirksame Steigerung umfasse und andererseits auf die gute konjunkturelle Lage mit einem einmaligen Konjunkturbonus reagiere, der nur für die Laufzeit des Tarifvertrages gelten soll. Das bietet auch die Chance zu Differenzierungen entsprechend der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen.

Denn: “Die Lohntabellen sollen für alle Zeiten gelten, Konjunkturen tun dies leider nicht. Wer sie zu dauerhaftem Anstieg des gesamten Tarifniveaus missbraucht, der gefährdet vor allem Stabilität und Weiterentwicklung unserer deutschen Betriebe“.

„Wir haben unsere Weltmarktanteile erhöhen können, weil wir unsere Lohnstückkosten besser im Griff hatten als andere. Die guten Ergebnisse 2006 haben sich auch positiv auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt, aber der Druck auf Preise und Margen bleibt enorm. Wir müssen aufpassen, dass wir den gerade angesprungenen Wachstumsmotor nicht wieder abwürgen“, so Weisweiler.


Rückfragen bitte an
Martin Schlechter
Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. – ME Saar
Mobil: 0172-6 85 96 37 (Tel.: 0681 / 9 54 34-0), Fax: -75, E-Mail: schlechter@mesaar.de
Harthweg 15, 66119 Saarbrücken

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