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Tarifpolitisches Lexikon
 
  Das Angebot - Tarifrunde 2006

Gesamtmetall
  07.04.2006 Am 6. April hat Metall NRW für die Verbände der Metall- und Elektroindustrie das quantifizierte Angebot an die IG Metall für die Tarifrunde 2006 erstmals in Düsseldorf unterbreitet. Am Nachmittag werden die Tarifverhandlungen für Baden-Württemberg in Mannheim fortgesetzt. Inhalte des Angebotes sind:

Entgelt und Laufzeit

Die Arbeitgeberverbände der M+E-Industrie bieten einen Abschluss mit einer Laufzeit von 2 Jahren an (vom 1. März 2006 bis zum 29. Februar 2008. Er teilt sich in zwei Stufen mit jeweils 12 Monaten Laufzeit. Die gesamte Erhöhung für jede Stufe besteht aus einer Erhöhung der Tabellenentgelte und aus einer Einmalzahlung.

Erhöhung Tabellenentgelte:
Als dauerhafte Anhebung der Tarifentgelte wird angeboten

- eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 1,2 Prozent zum 1. März 2006 für eine Laufzeit von 12 Monaten, also bis zum 28. Februar 2007 und

- eine Anhebung der Tabellenentgelte um weitere 1,2 Prozent zum 1. März 2007 für eine Laufzeit von 12 Monaten, also bis zum 29. Februar 2008.

Erläuterung: Die angebotene Erhöhung entspricht dem mittelfristigen kostenneutralen Verteilungsspielraum der deutschen Volkswirtschaft und ergibt sich aus der Trendrate der gesamtwirtschaftlichen Produktivität, ermittelt aus den Ergebnissen der 7 Jahre von 2000 bis 2006 (=1,4 Prozent), bereinigt um die Scheinproduktivität, die aus dem Abbau von Beschäftigung resultiert (Trendwert: 0,2 Prozent).

Einmalzahlungen:
Zusätzlich angeboten werden monatliche Einmalzahlungen als Konjunkturkomponenten

- für die ersten 12 Monate in Höhe von 0,6 Prozent je Monat der jeweiligen Entgeltgruppe und

- für die zweiten 12 Monate in Höhe von 0,4 Prozent je Monat der jeweiligen Entgeltgruppe.

Erläuterung: Die Konjunkturkomponente für die zweiten 12 Monate fällt geringer aus, weil die wirtschaftliche Dynamik von 2006 auf 2007 abflachen wird.

Forderung nach mehr Betriebsnähe:
Die Arbeitgeberverbände der M+E Industrie fordern, dass die Betriebsparteien durch freiwillige Betriebsvereinbarung von den Einmalzahlungen nach unten abweichen können.

Erläuterung: Der Tarifabschluss gilt für die gesamte M+E-Industrie. Er muss daher die enorme und weiter wachsende Spreizung der betrieblichen Situation in unserem Wirtschaftszweig berücksichtigen.

Förderung der Beschäftigung in produktionsfernen Bereichen

Die Arbeitgeberbände der M+E Industrie fordern die IG Metall zu Verhandlungen über die Schaffung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen in produktionsfernen Bereichen der M+E-Unternehmen (z.B. Dienstleistungen) auf. Inhalte könnten alle tariflichen Standards sein, insbesondere die Dauer der Arbeitszeit.

Erläuterung: Wir brauchen eine attraktive tarifliche Alternative zum Outsourcing.

Förderung des Beschäftigungsaufbaus

Die Tarifparteien müssen Anreize dafür setzen, dass mehr Arbeit in der M+E Industrie tatsächlich auch zu mehr sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung führt. Wir schlagen vor, dass für jedes Prozent mehr eingestellte Mitarbeiter die Arbeitszeit in der ausgewählten Betriebseinheit um wöchentlich 10 Minuten ohne Lohnausgleich verlängert wird. Bei dieser Relation werden die Kosten der Neueinstellungen jeweils hälftig von Unternehmen und Mitarbeitern getragen.

Erläuterung: Wenn die Kosten der Neueinstellung in einer gerechten Lastenteilung jeweils hälftig vom Unternehmen und von der Belegschaft aufgebracht werden, wird ein Anreiz dafür geschaffen, dass mehr Aufträge zu mehr Einstellungen führen.

Tarifvertrag für Innovation und Qualifizierung

Ein Tarifvertrag für Innovation wird abgelehnt. Die Arbeitgeberverbände stimmen zu, dass Qualifizierung ein wichtiges, zukunftsweisendes unternehmerisches Anliegen darstellt, das allerdings in den Verantwortungsbereich des Betriebes gehört. Eine tarifvertragliche Regelung ist nur dann sinnvoll, wenn sie die betriebliche Praxis abbildet, kostenneutral bleibt und die Mitarbeiter einen Beitrag durch Einbringung von Qualifizierungszeit leisten.

Erläuterung: Der Tarifvertrag darf keine neuen Kosten verursachen und muss die betriebliche Realität der Lastenteilung einfangen.

Vermögenswirksame Leistungen / Rentenbaustein

Eine Wiedereinsetzung des Tarifvertrags über Vermögenswirksame Leistungen (319 Euro im Jahr) verursacht Kosten. Diese sind in einem Gesamtabschluss zu berücksichtigen. Eine Umwandlung in einen Rentenbaustein für die private Altersvorsorge wäre zeitgemäß, darf aber nicht zu zusätzlichen Kosten und Risiken für die Unternehmen führen.

Erläuterung: Der Rentenbaustein soll dazu beitragen, einen Teil der drohenden Lücken in der gesetzlichen Altersversorgung zu füllen.

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In der Zeit vom 19. August 2010 bis zum 15. Oktober 2010 stellt der Künstler Christoph Menger seine Werke unter dem Motto "Abfall" einmal anders!

Erst bei näherer Betrachtung erkennt oder besser erahnt der Kunstinteressierte das eigentliche Ursprungsmaterial des Kunstwerkes: Die Dose

Die Ausstellung ist Dienstags bis Freitags von 14.00 - 16.00 Uhr geöffnet.

 

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