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VSU zur Familien-Pflegezeit
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03.03.2010
Saarbrücken. Die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) hat sich sehr kritisch zu dem von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder unterbreiteten Vorschlag zu einer Familien-Pflegezeit geäußert.
Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer der VSU: „Das ist Politik zu Lasten Dritter. Selbstverständlich ist es eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erarbeiten. Aber nicht alles, was die Gesellschaft als wünschenswert ansieht, kann zu Lasten der Wirtschaft umgesetzt werden.“ Die Gestaltung solcher Langzeitkonten (ähnlich wie bei Altersteilzeit) dürfe organisatorisch und kostenmäßig nicht unterschätzt werden. Mittelständische und kleine Betriebe sind mit so etwas völlig überfordert. Es klingt auch prima, dass Beschäftigte zunächst mehr Geld erhalten, als sie erarbeiten, und diese Differenz später nacharbeiten. Malter fragt: „Wer übernimmt aber das Risiko, dass ein Arbeitnehmer die bereits bezahlte Arbeitszeit nach der Pflegezeit einfach nicht nacharbeiten kann?? Das erhaltene Geld wird er im Zweifel dann auch nicht mehr zurückzahlen können. Angedachte Absicherungssysteme bedeuten zusätzliche Bürokratie und müssten folgerichtig von den Arbeitnehmern bezahlt werden.“
Der Vorschlag von Bundesministerin Kristina Schröder war laut Pressemeldung von heute Mittag auch von der saarländischen Ministerin für Arbeit, Prävention, Soziales und Sport, Annegret Kramp-Karrenbauer, unterstützt worden.
Die VSU weist darauf hin, dass die Organisationen der saarländischen Wirtschaft in einem ständigen Erfahrungsaustausch auch mit Ministerin Kramp-Karrenbauer stehen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie konstruktiv begleiten. Der heutige Vorschlag aus Berlin müsse aber sehr kritisch geprüft werden.
Fragen bitte an: Joachim Malter Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. (VSU) Harthweg 15, 66119 Saarbrücken Tel.: 0681 9 54 34-22, Fax: 0681 9 54 34-52 E-Mail: kontakt@vsu.de zurück
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